Cursor gibt zu, dass Composer 2 auf Kimi K2.5 von Moonshot basiert

Logo von Cursor (KI)

Die Cursor hat am Mittwoch (19.) den Composer 2 vorgestellt, ihr neues KI-Modell für die Programmierung, das als fortschrittlich und „in-house“ angekündigt wurde. Weniger als 24 Stunden später gab das Unternehmen zu, dass das Modell auf dem Kimi K2.5 der chinesischen Moonshot AI basiert.

Alles begann, als ein Entwickler einen API-Aufruf abfing und die genaue Modell-ID entdeckte: kimi-k2p5-rl-0317-s515-fast. Der Name verriet: Es handelt sich um Kimi K2.5 mit zusätzlichem Reinforcement Learning (RL). Yulun Du, Leiter für Pretraining bei Moonshot, testete den Tokenizer und bestätigte, dass er identisch mit dem Originalmodell war. Er stellte öffentlich die Frage an Cursor, ob die Lizenz eingehalten wurde — Beiträge, die innerhalb weniger Stunden gelöscht wurden.

In einer Antwort bestätigte Lee Robinson, VP für Developer Education bei Cursor, offen: „KIMI K2.5. Ja, das ist die Basis, die wir verwendet haben.“ Ihm zufolge stammten nur etwa 1/4 der Rechenleistung vom Basismodell, der Rest wurde durch eigenes Training ergänzt. Das Unternehmen gibt an, die Lizenz durch Vereinbarungen mit Inferenz-Partnern wie Fireworks einzuhalten.

Das Problem liegt in der geänderten MIT-Lizenz von Kimi K2.5. Diese verlangt, dass kommerzielle Produkte, die mehr als 20 Millionen US-Dollar pro Monat einnehmen oder mehr als 100 Millionen Nutzer haben, „Kimi K2.5“ prominent in der Benutzeroberfläche anzeigen. Cursor, das das Modell noch vor Wochen als kostenlos gelistet hatte, nutzt nun die umbenannte Version, um eine mögliche Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar zu rechtfertigen — im Vergleich zu 29,3 Milliarden US-Dollar in der vorherigen Finanzierungsrunde.

Kimi K2.5 ist ein Modell mit 1 Billion Parametern, das mit 15 Billionen Tokens trainiert wurde. Moonshot hat es veröffentlicht, um das Ökosystem zu fördern. Währenddessen explodieren Diskussionen auf Hacker News und Reddit, wobei viele in Frage stellen, ob die Strategie von Cursor — ein Fork von VS Code, der Open-Source-Modelle verpackt — milliardenschwere Bewertungen rechtfertigt.

Der Fall dürfte Druck auf andere Startups ausüben. Branchenanalysten erwarten, dass chinesische Unternehmen künftig restriktivere Lizenzen annehmen und Investoren mehr Transparenz über die tatsächlichen Grundlagen der „in-house“-Modelle verlangen werden.

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