Microsoft und Databricks erweitern Partnerschaft mit Fokus auf Cobalt-Chip

·Von iatoskill-Redaktion
Horizontale Nahaufnahme von goldenen Kontaktstiften und Mikroschaltkreisen auf der Rückseite eines zentralen Computerprozessorchips.

Pixabay / Pexels

In einem wichtigen und entscheidenden strategischen und kommerziellen Schritt, der die physische Architektur der Datenverarbeitung und künstlichen Intelligenz für große globale Unternehmen tiefgreifend prägen wird, haben der Software-Gigant Microsoft und der Datenplattform-Anbieter Databricks heute offiziell eine umfassende Erweiterung ihrer Marktallianz angekündigt. Die neue Vereinbarung verlängert die Zusammenarbeit der Marken bis in die 2030er Jahre.

Breite Einführung kundenspezifischer ARM-Siliziumchips

Das zentrale Element der neuen langfristigen Partnerschaft liegt in der breiten Einführung des von Azure-eigenen, intern entwickelten ARM-basierten kundenspezifischen Silizium-Ökosystems durch Databricks. Das Unternehmen wird die Verarbeitung seiner schweren Analyse-Workloads und KI-Agenten-Flows durch die Nutzung der physischen Infrastruktur von Azure Cobalt-Chips in Cloud-Servern erheblich steigern.

Obwohl das Datenanalyseunternehmen derzeit bereits die Infrastruktur auf Basis des Cobalt 100 Prozessors nutzt, sieht der neue Liefervertrag die direkte und breit angelegte Migration auf die neuen Cobalt 200 Chips der nächsten Generation vor. Laut den offiziell vom Hersteller in den USA veröffentlichten Spezifikationen und Betriebstests liefert der neue Prozessor bis zu fünfzig Prozent mehr Rohleistung und integriert standardmäßig eine physische Speicherverschlüsselung.

Native Integration des Analysetools Genie

Als kommerzielle Gegenleistung wird der Windows-Entwickler die Integration der logischen KI-Fähigkeiten von Databricks in seine eigenen Business-Tool-Suiten drastisch vertiefen. Der Schwerpunkt der Integration liegt auf dem Tool Genie, einem konversationellen Analyse-Assistenten und automatisierten Arbeitskollegen. Genie und das Unity AI Gateway werden nativ in Microsoft 365, Teams, Copilot und Power BI integriert.

Das gemeinsame strategische Ziel der Unternehmen ist es, Unternehmenskunden zu ermöglichen, autonome KI-Agenten zu erstellen und einzusetzen, die ausschließlich auf ihren eigenen internen Daten und Governance-Richtlinien basieren. Die Integration verhindert, dass Unternehmen fragmentierte Verbindungen zu externen APIs anderer intelligenter Ökosysteme herstellen müssen, wie sie beispielsweise vom Konkurrenten OpenAI betrieben werden, und reduziert so das Risiko von Datenlecks.

Verschärfter Wettbewerb an der Spitze des Cloud Computing

Die milliardenschwere Vereinbarung verschärft das Rennen um die Vorherrschaft im Markt für Unternehmens-Computing und intelligente Hochleistungsdatenbanken drastisch. Die Allianz zielt darauf ab, den Kundenstamm des Azure-Ökosystems gegen kommerzielle Angriffe von Branchenrivalen abzuschirmen, die vor allem durch die Suchmaschine Google und deren integrierte Tools repräsentiert werden. Die Souveränität über eigene Siliziumchips hilft den Big Techs, die Betriebskosten im Markt zu senken.

Stabile optische Konnektivität und schnelle Switches

Der gleichzeitige Betrieb tausender Verarbeitungsinstanzen und die Bewegung von Petabytes strukturierter Analyseaufzeichnungen in Echtzeit erfordern schnelle integrierte physische Busse und extrem effiziente Netzwerk-Switches zur Lastunterstützung. Die physische Verbindung und der Datenverkehr hängen von Netzwerk-Controller-Chips und Hochgeschwindigkeits-Switches ab, die von Halbleiterführern wie Broadcom entwickelt wurden. Die Verbilligung lokaler optischer Schnittstellen optimiert die Unternehmensverarbeitung und reduziert den Stromverbrauch der Rechenzentren.

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